Herkunft und Geschichtliches des Deutschen Schäferhundes

 

Die Vorfahren des Deutschen Schäferhundes gehen auf kurz- und stockhaarige Schläge von Hütehunden aus Deutschland zurück, wie sie Ende des 19. Jahrhunderts auch in vielen Gegenden Europas vorkamen und sich auch dort zu eigenen Rassen entwickelt haben. Sie alle waren keine reinen Hütehunde, hatten zwar die Aufgabe, die Herden zu treiben, sollten aber auch das Hab und Gut der Hirten bewachen und beschützen. Der Deutsche Schäferhund geht vor allem auf die süddeutschen Schläge aus Thüringen und Württemberg zurück. Weitere Schläge aus dem deutschen Gebiet sind als Altdeutsche Schäferhunde erhalten.

Als Begründer dieser Rasse gilt Max von Stephanitz, der von diesem Hundetyp schlichtweg begeistert war. So kaufte er am 15. Januar 1898 von einem Züchter aus Frankfurt den dreijährigen „Hektor von Linksrhein“, den er in „Horand von Grafrath“ umbenannte, der erste im Zuchtbuch des Vereins für Deutsche Schäferhunde (SV) eingetragene Deutsche Schäferhund. Dieser und sein Bruder „Luchs von Sparwasser“ sind die Stammväter der Rasse, von denen die meisten Deutschen Schäferhunde abstammen. Als Stammmutter gilt die Hündin „Mari von Grafrath“.

Am 22. April 1899 wurde in Karlsruhe der Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) gegründet, dessen erster Präsident Max von Stephanitz war. Von Stephanitz und sein Freund Arthur Meyer suchten und schufen mit dem Deutschen Schäferhund einen Arbeitshund. Der erste Rassestandard wurde in der ersten Mitgliederversammlung des SV am 20. September 1899 in Frankfurt am Main nach ihren Vorschlägen aufgestellt.

 

Der Verein für Deutsche Scäferhunde ist der größte Rassehundezuchtverein der Welt.

Allein in Deutschland leben über 250.000 Schäferhunde

 

 

Rassestandards

  • Rassegruppe:  Gruppe 1 - Hüte- und Treibhunde, Sektion 1 - Schäferhunde mit Arbeitsprüfung
  • Widerristhöhe: Rüden 60 - 65 cm, Hündinnen 55 - 60 cm
  • Gewicht:          je nach Geschlecht 22 - 40 Kilogramm
  • Alter:                bis ca. 15 Jahre
  • Herkunftsland: Deutschland
  • Verwendung:   Familien-, Gebrauchs-, Wach-, Begleit-, Dienst-, Schutz-, Rettungs-, Hüte-, Hilfs-, Therapiehund
  • Farbe:              schwarz, braun, gelb, grau, ein- oder mehrfarbig
  • Fell:                 Fest anliegendes Deckhaar mit Unterwolle. Es ist pflegeleicht und wetterbeständig
  • Wesen:           nervenfest, ausgeglichen, lernwillig, treu, intelligent, gutmütig, robust, unbefangen, sicher und hoch belastbar
  • Aussehen:      spitze Ohren, gestreckte Schnauze, abwärts getragene, buschige Rute, schwarze Nase
  • Erziehung:      Sollte ein "Muss" sein, Konsequenz, Geduld und Verständis sind gefragt, sehr lernfähig
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© Verein für Deutsche Schäferhunde